2030: Das Internet ist aus der Mode gekommen.



Nur noch eine kleine Gruppe von Traditionspfleger*innen hält die Infrastruktur am Leben. Autonome Fahrzeuge gibt es auch nicht. Es hat sich durchgesetzt, dass motorisierter Individualverkehr nichts in der Stadt z u Suchen hat. Wege werden wieder kürzer. Die ständige Steigerung von Mobilität und Überwindung von Distanzen hat sich als unbequem selbst entlarvt. Technische Innovationen gelten nicht mehr als Zukunft sondern als Mahnung an eine Vergangenheit, die beinahe die Lebensgrundlage der Menschen zerstört hätte. Stattdessen werden “sorgende” Innovationen gefeiert. Nicht die ständige Steigerung des Reichtums steht im Mittelpunkt, sondern das Zusammenleben von Menschen und das Füreinander-Sorgen. Von der Außenwelt abgeschnitten gibt es eine Gruppe von Traditionspfleger*innen, die sich mit diesem Zustand nicht abfinden wollen. Sie basteln weiterhin an Visionen und Technologien, die vergeblich das Leben einfacher und bequemer machen sollen. Zum Beispiel: Autonome Fahrzeuge und Videosharing-Plattformen, die ihre Zuschauer*innen betäuben und zuletzt noch den Energieverbrauch eines Kontinents verunstalten. Werden sie es schaffen, die Gesellschaft zu ihrem Vorteil zu gestalten?